27.04.2020: Aussicht durch Andersicht – unser Fernrohr zum Schauen, Hören und Fühlen auf dem Klimadeich von Nordstrand

Ist es möglich, einen Aussichtspunkt inklusiv zu gestalten? Diese Frage stand am Beginn einer innovativen Entwicklung in unserem Projektverein Andersicht. In der Gemeinde Nordstrand fanden wir einen aufgeschlossenen Partner. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit war gewachsen bei der Entwicklung des barrierefreien Weges auf der Krone des neuen Klimadeichs. Dessen Stationen sind bereits in unserem sprechenden Deichkiek so beschrieben, dass auch blinde Menschen diesen Weg selbständig erkunden können.

Momentaufnahme von den Aufbauarbeiten auf dem Klimadeich am 27.04.2020

Was hier entwickelt wurde, soll allen Besuchern der Insel- und Halligwelt nützlich sein. Wer durch das Fernrohr blickt, bekommt erzählt, was er vor den Augen hat – und sogar bei schlechter Sicht erfahren die Interessierten, was sie sehen könnten, wenn die Aussicht ungetrübt wäre.

Die Beschreibungen sind mit dem Anspruch entstanden, dass auch blinde Besucher ein Bild von der amphibischen Landschaft bekommen.

Die Beschreibungen in Form von Hörtexten können ausgelöst werden durch die Drehbewegungen des Fernrohrs aber auch durch den Finger, der die Landschaft auf der beigestellten Relieftafel erkundet.

Möglich wurde die Herstellung des dreisinnigen Aussichtspunktes durch die Förderung aus Mitteln des Fonds für Barrierefreiheit durch den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein – Ko-Finanzierung durch die Gemeinde Nordstrand. 

Hier die Mitteilung auf den offiziellen Seiten von Schleswig-Holstein.de.

Nachtrag aus gegebenem Anlass

Eigentlich sollte es Ende April eine feierliche Einweihung geben. In den Corona-Zeiten war dies leider nicht möglich. Aber wenn nun bald die Touristen kommen, erwartet sie ein komplettierter Panoramaweg mit  Infotafeln und Verweilplätzen und nun eben auch dem einzigartigen Fernrohr.

„Mehr Museum für Hand und Ohr“ – Andersicht bei der Fachtagung Focus Museum 2017 in Brandenburg

Andersicht war eingeladen, sich aktiv einzubringen in den bundesweiten Austausch von Erfahrungen, Konzepten und Planungen. Wir hielten ein Doppelreferat unter der Überschrift „Mehr Museum für Hand und Ohr – Wege, Ansätze und Lösungen für die Sinnlichkeit“. Hela Michalski sprach zum Thema „Damit ich höre, was Du siehst – Erfahrungen in der Raum- und Objektbeschreibung“ und Dr. Jürgen Trinkus überschrieb seine Ausführungen „Exponate zum Sprechen bringen – Möglichkeiten jenseits der Audio- und Multimedia-Guides“.

Wir konnten alte Bekannte wieder treffen, neue Kontakte knüpfen, einige Impulse geben und sehr viele empfangen. Unsere Referate stellen wir hier als Download zur Verfügung:

+  Download: Focus-Referat Hela Michalski

+  Download: Focus-Referat Jürgen Trinkus

Andersicht Jahrestreffen – mehr als nur Mitgliederversammlungen

Die jährlich obligate Mitgliederversammlung nehmen wir zum Anlass, uns an einem inspirierenden Ort zu treffen.

Hier waren wir schon:

  • 06.06.2009 in Neumünster, Villa Wacholtz und Gerisch-Park; Thema: Raum- und Objektbeschreibung
  • 03.07.2010 in Wedel und Haseldorf; Thema: Das tastsinnige Wedel des Volker König
  • 16. – 17.04.2011 auf Hallig Hooge; Thema: Projektpräsentationen Landschaftsrelief und Sprechendes Fernrohr
  • 12.05.2012 in Tönning, Multimar Wattforum; Workshop: Ein Hörstift für Museen und Ausstellungen
  • 08.06.2013 in Neumünster, Textilmuseum „Tuch und Technik“; Anlass: Die fassliche da-Vinci-Ausstellung
  • 17.05.2014 in Bad Segeberg, Fledermaus-Zentrum „Noctalis“: Miniworkshop zu den Techniken des blindengerechten Zeigens taktiler Gegenstände
  • 09.05.2015 in Albersdorf, Steinzeitpark Dithmarschen. Thema: Neues aus dem Modellbau
  • 09.04.2016 in Eckernförde, Ostsee Info-Center: Workshop zum taktilen Begreifen
  • 12. – 14.05.2017 in St. Andreasberg, Sternwarte. Thema: Die erste barrierefreie Sternwarte Deutschlands – unser Beitrag: sprechende Sternenkarte
  • 22. – 24.6.2018 in Hannover-Herrenhausen: Erfahrungsaustausch; Landschaftsgestaltung mit allen Sinnen begreifen

19.12.2018 – Zehn Jahre Andersicht – wir konnten etwas vorweisen!

Der Ort unserer Feierstunde war mit Bedacht gewählt: Das NordfrieslandMuseum Nissenhaus.  Hier realisierten wir dereinst einen sehr ambitionierten Audioguide, dessen technische Umsetzung interessant aber nicht zukunftsfähig war.

Wir suchten zugleich die Nähe zu unseren „Tatorten“ Hallig Hooge und Nordstrand. Beider Bürgermeisterinnen waren gekommen, denn wir hatten etwas zu übergeben und etwas zu beginnen. Im Rahmen der Veranstaltung konnten wir den WattenAudioGuide für Hallig Hooge freischalten. Bürgermeisterin Katja Just und ihr Tourismusbüro hatten dafür gesorgt, dass dies auch gleich auf der Homepage der Gemeinde verankert wurde.

Von Regina Reuß, der Tourismuschefin von Nordstrand und ihrer Bürgermeisterin Ruth Hartwig-Kruse erhielt Andersicht den Auftrag, den WattenAudioGuide auf den Panoramaweg über den Klimadeich von Nordstrand zu erweitern.

NDR1 Welle Nord berichtete darüber In den 16:30-Uhr-Regionalnachrichten aus dem Studio Flensburg und im abendlichen Magazin „Von Binnenland und Waterkant“.

Auch die Westküstenausgaben der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung würdigten unsere Veranstaltung in einem ausführlichen Pressebeitrag: „Barrierefreies Nordfriesland: Die Welt nur hören und ertasten“

Beitragsordnung

Beschlossen durch die Mitgliederversammlung am 3.7.2010, ergänzt durch die Mitgliederversammlung vom 16.4.2011, redaktionell überarbeitet durch den Vorstand am 30.7.2011 und ergänzt durch die Mitgliederversammlung vom 17.5.2014

§ 1 Der Mitgliedsbeitrag.

Der Mitgliedsbeitrag ist ein Jahresbeitrag. Seine Entrichtung gehört zu den Pflichten eines Mitglieds gegenüber dem Verein. Dies entspricht §9 der Satzung.

s Mitgliedsbeitrags.

§ 2 Entrichtung des Mitgliedsbeitrags.

§ 3 Höhe des Mitgliedsbeitrags.

Der Mitgliedsbeitrag ist im 1. Quartal des Kalenderjahres auf das Vereinskonto zu

Hierüber befindet satzungsgemäß die Mitgliederversammlung. Die Mitgliederversammlung 2010 bestätigt die Höhe des Jahresbeitrags von 50,– €. Die Mitgliederversammlung vom 17.5.2014 legte den Mitgliedsbeitrag für institutionelle Mitglieder (Juristische Personen) mit 150,– €.

§ 4 Beitragsermäßigung.

Eine Ermäßigung um 50% auf 25 € ist möglich bei Vorliegen folgender Voraussetzungen:

  • Der Mitgliedsbeitrag ist ein Jahresbeitrag. Seine Entrichtung gehört zu den Pflichten eines Mitglieds gegenüber dem Verein. Dies entspricht §9 der Satzung. a) Das Mitglied verfügt über kein oder nur ein geringfügiges eigenes Einkommen.
  • b) Das Mitglied stellt einen entsprechenden Antrag an den Vorstand.

c) Über den Antrag entscheidet der Vorstand. Eine rückwirkende Reduzierung ist nicht vorgesehen.

d) laufende Jahr.

Über den Antrag entscheidet der Vorstand.

§ 5 Bescheinigung über die Entrichtung des Mitgliedsbeitrags.

Sie wird vom Kassenführer oder einer von diesem beauftragten Person in einer durch das Finanzamt anerkannten Form auf dem Postweg mindestens vor Ablauf des Kalender- = Geschäftsjahres zugestellt.

12.12.2018 Mehr sehen durch hören – Der WattenAudioGuide für Hallig Hooge

Mit kundigen Augen und blinden Experten hat Andersicht e. V. im Auftrag der Gemeinde Hallig Hooge einen Audioguide entwickelt. Seinen Benutzern versprechen wir, dass Ihre Wahrnehmung beim Zuhören eine neue Tiefenschärfe bekommt.

„Wir kennen keine umfassendere Beschreibung einer Kulturlandschaft!“, so der Projektentwickler Jürgen Trinkus.

Von 101 Betrachterpunkten aus wird die Hallig Hooge in Worte gefasst. Eingeschlossen sind die drei Anfahrtswege vom Festland, von Nordstrand sowie Sylt und Amrum. Aktualisiert wurde bis zuletzt. So wurde auch schon der neue Markttreff auf der Hanswarft eingearbeitet, wo auch unser großes Tastrelief seine neue Heimat finden wird.

Hallig-Hooge-Relief
Hallig-Hooge-Relief

Bild_ Hier entsteht der Markttreff auf der Hanswarft
Hier entsteht der Markttreff auf der Hanswarft

Die Texte wurden im Hamburger Studio Tonformation professionell aufgesprochen. Die Gesamtspielzeit beträgt fast vier Stunden. Diese informationsgeladenen Audiodeskriptionen sollen sich in den Köpfen zu Bildern fügen. Blinde Besucher erhalten eine Dimension der Wahrnehmung vermittelt. Sehende Benutzer können mit den Beschreibungen im Ohr detailgenauer schauen.

Kaum jemand kennt Hallig Hooge so gut wie die langjährig tätige Gästeführerin Dr. Renée Oetting-Jessel. Kaum jemand ist geschulter in Audiodeskription als ihre Ko-Autorin Hela Michalski. In Bettina Radener fanden wir die Stimme unserer Texte.

Die mehr als 500 Puzzleteile aus Fotos, Texten, Audios und Geopositionen fügte die IT-Ingenieurin Heike Garbe zu einem digitalen Gewebe.

Die strategisch angelegte Gesamtarchitektur des Projektkoordinators Jürgen Trinkus konnte in dieser großartigen Teamarbeit aufgehen.

Und hier der Link zum Watten Audio Guide: https://www.wattenaudioguide.de

Ein paar technische Anmerkungen

Die Anwendung ist sowohl auf stationären als auch mobilen Geräten nutzbar. Benutzt wird sie mit Webbrowsern. Diese sollten die moderne HTML5-Architektur beherrschen und das Ausführen von Java-Script zulassen.

Für das Ausführen einer Web-Applikation ist jedes gängige Betriebssystem geeignet. Im Unterschied zu Android- oder IOS-Apps ist unser Guide also systemübergreifend nutzbar.

Eine Herausforderung stellte es dar, die Inhalte auch dort bereit zu stellen, wo es gerade kein Internet gibt. Auch dafür haben wir eine brauchbare Kompromisslösung gefunden, wie wir meinen. Alles Weitere ist den Nutzungshinweisen auf der Startseite zu entnehmen.

19. Dezember 2018

Auszeichnungen für Andersicht

Bislang haben wir wei Auszeichnungen aufzuweisen. Wir bleiben weiter unterwegs.

Anerkennung für Andersicht bei der Torsten-Brand-Preis-Verleihung, 21. Oktober 2011

In Freiburg wurde erstmals der Torsten-Brand-Preis verliehen. Andersicht hat sich achtbar platziert.

Am 21.10. um 19:37 Uhr twitterte @nuancewelt: „Mit glücklichen Preisträgern + einem gemeinsamen Abendessen endet der erste Torsten-Brand-Preis 2011 in Freiburg“

Und kurz davor: „Jurymitglied Rudi Ullrich vergibt den zweiten Preis an den Verband „Andersicht“ und Dr. Jürgen Trinkus für das Projekt „Hörstift“…“

Jürgen Trinkus konnte nicht eigens nach Freiburg i. Br. reisen. Den Preis nahm für Andersicht Ulf Dollerschell vom Vorstand des Blinden- und Sehbehindertenvereins Schleswig-Holstein entgegen.

Mit diesem praktischen Stift können beispielsweise Texttafeln im Museum oder Speisekarten berührt und deren Textinhalte dann akustisch abgerufen werden.

„Der erste Torsten-Brand-Preis wurde an Annette Thurow und Peter Wendorff für das Projekt ‚Look and Listen Map‘ verliehen“.

Der von Nuance Communications initiierte Preis fördert Ideen und Projekte, die für Sehbehinderte einen besseren Zugang zu Informationen und Kommunikation durch praktische Erleichterungen im Umgang mit Technik bedeuten. Von Mai bis August  2011 waren einzelne Personen und Gruppen, Forschungsprojekte wie auch gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen im gesamten Bundesgebiet aufgerufen, sich mit ihren Innovationen, ihrem Engagement und ihren Projekten zu bewerben. Der mit 7000 Euro dotierte Preis wurde am 21. Oktober von Nuance Communications im Rahmen der Verwaltungsratssitzung des Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-Verbandes (DBSV) in Freiburg verliehen.

Inklusionspreis der Landeshauptstadt Kiel

„Ihr Konzept „Gedenktafeln zum Anschauen, Anfühlen und Zuhören für Kiel“ fand bei der Jury große Anerkennung“, hieß es in der Laudatio. 

Aus 29 Einreichungen hatte die Jury fünf Preisträger zu ermitteln. Das andersichtige Gedenktafel-Konzept wurde mit dem 2. Preis bedacht.

Zur Verleihung hatte der Vereinsvorsitzende die Zeitzeuginnen mitgenommen, die neben anderen zu hören sind, wenn sich ein Mensch der Gedenktafel am Königsweg 80 nähert. Mit uns warteten die Leiter des Bezirksgruppenvorstands Kiel des Blinden- und Sehbehindertenvereins Schleswig-Holstein. Uwe Hinrichsen und Bettina Wagner hatten die Schaffung der Gedenktafel für die Blindenschule Kiel maßgeblich unterstützt. Annemarie Rönfeldt als letzte noch lebende Schülerin der 1941 aufgelösten Blindenschule Kiel und Jürgen Trinkus als Initiator und Koordinator des Projektes warten auf die Feierstunde. Die audio-taktile Gedenktafel wurde am 9. Oktober 2013 feierlich enthüllt.

Das NDR-Fernsehen widmete dem Anlass zwei Beiträge, die in der Veranstaltung im Ratsherrenzimmer noch einmal zu sehen waren: Beitrag im „Schleswig-Holstein Magazin“ am 9.10.2013″

NDR 1 Welle Nord

In der Laudatio heißt es auch: „Sie und Ihr Verein haben noch so einiges vor in Zukunft: Vielleicht stehen in Zukunft an der Kiellinie bald weitere sprechende Gedenktafeln zur Geschichte der Kieler Woche oder zu den hier vor Ort abgehaltenen Olympischen Segelwettbewerben. Kiel war zudem in der Vergangenheit ein besonderer Ort in der deutschen Geschichte. Vielleicht gibt es auch eine sprechende Gedenktafel, die an den Kieler Matrosenaufstand von 1918 erinnert.

Unsere Visionen sind also angekommen in den Gremien der Landeshauptstadt Kiel. Die Urkunde wurde unterschrieben von Bürgermeister Todeskino und Stadtpräsident Tovar, der sie auch überreichte.

9. – 11.03.2018 Entwicklerworkshop für den Hörstift

Am Wochenende 9.-11.3.2018 traf sich auf Initiative von Andersicht e. V. eine kleine aber ambitionierte Runde bei Stefan Michel im Hotel „Michels Stern“ in Marktbreit, um den Schritt in ein anwendungsfähiges Einsatzkonzept für Hörstifte im Ausstellungsbereich zu gehen. Beteiligt waren Modellbauer, Software-Entwickler und Museumsfachleute. Wir sind sehr glücklich über die Mitwirkung von Kunsthistoriker Philipp Schramm (berührt-geführt UG), Bastian Beekes von der Bayerische Forschungs- und Informationsstelle – Inklusive Hochschulen und Kultureinrichtungen (BayFinK) sowie Martin Dames, Kopf des Ting-el-Tangel (Das Ting-Stift-Projekt)

Die Teilnehmer eint die Überzeugung, dass der Hörstift durch folgende Eigenschaften seinen Platz im Ausstellungswesen noch finden kann. Er ist alltagstauglich weil niederschwellig in der Handhabung, robust, ökonomisch und nützlich für mehrere Zielgruppen. Dennoch sind Entwicklungen nötig, die mit diesem Workshop forciert wurden.

Was ist ein Hörstift

Ein einfach aufgebautes Gerät. Er enthält einen Player mit Lautsprecher, Kopfhöreranschluss und Bedienelementen, eine Speicherkarte für die Software und die Audioinhalte, eine Stromversorgung sowie an der Spitze ein Fotoelement, das einen Punktcode auslesen kann. Die Punktcodes entscheiden darüber, welcher Audioinhalt abgespielt wird.

Auf dem Markt:

  • TipToi® von Ravensburger
  • DiscoveryPen Franklin AnyBook Audio-digitaler Vorlesestift

Im Blindenhilfsmittelbereich kommen Hörstifte gleichfalls zum Einsatz:

  • PenFriend®
  • PennyTalks

die zusätzlich eine Aufnahmefunktion besitzen. Mit ihr können die Nutzer Etiketten mit eigenen Notizen kennzeichnen.

Warum setzen wir auf das Konzept Hörstift?

Die Technik scheint veraltet zu sein im Zeitalter der Smartphones/Tablets und der Multimediaguides, wo es möglich ist, via Bluetooth oder NFC berührungslos Interaktionen auszulösen.

Wir glauben, dass Zusatzinformationen auf eine Weise zur Verfügung gestellt werden sollten, die nicht dazu führen, dass die Besucher ihre Aufmerksamkeit zu sehr auf die Hilfstechnik konzentrieren müssen. Leider ist das der Fall bei Guide-Technik, die per Display oder Tasteneingaben gesteuert werden muss.

Der Hörstift ist überaus einfach in der Handhabung. Wird ein Labelcode mit der Stiftspitze berührt, erklingt die Audioinformation.

Die Geräte sind robust und vergleichsweise preisgünstig.

Für ein und dasselbe Label können mehrere Audioversionen parallel vorgehalten werden. Die Umschaltung erfolgt gleichfalls durch antippen von Labelcodes.

Für welche Einsatzfelder ist der Hörstift geeignet?

Lern- und Spielangebote für die Ohren werden meist in Buchform angeboten. Fremdsprachige Vokabeln in einem Wörterbuch nicht nur zu lesen sondern auch in korrekter Aussprache zu hören, ist vorteilhaft. Zu Bild und Text einen Audioinhalt abrufen zu können, gibt Sachbüchern für Kinder eine zusätzliche Dimension. In einem Vogelbestimmungsbuch nicht nur das Foto der Gefiederten zu sehen, sondern auch ihre Stimme zu hören, gehört zu den vielen Möglichkeiten. Hierfür stehen die im Ting-Konsortium zusammengeschlossenen Verlage.

Im Bereich der Spiele für Kinder ist der Ravensburger TipToi® zu großer Reife und Verbreitung gelangt. Wir meinen, dass das Potenzial des Hörstifts für den Bereich Museum und Ausstellung noch immer ungenutzt ist. Insbesondere für kleine, nichtstaatliche Museen können mit seiner Hilfe Zusatzinformationen leicht und preisgünstig verfügbar gemacht werden. Personal und Besucher können unkompliziert damit umgehen. Die Möglichkeiten von Fehlbedienung und Betriebstörungen sind vergleichsweise sehr gering.

Es können Versionen in mehreren Sprachen oder für bestimmte Zielgruppen angeboten und leicht verfügbar gemacht werden.

Wo liegen Grenzen und Möglichkeiten des Hörstifts?

Der Hörstift ist dort einsetzbar, wo die räumlichen Verhältnisse es gestatten, Berührungspunkte zum Abrufen der Audioinformationen bereit zu stellen. Die Abhörlautstärke des kleinen Lautsprechers im Stift kann so eingestellt werden, dass sich die Besucher den Stift nahe ans Ohr führen und damit wenig Belästigung für andere Besucher auftritt. Kopfhörer und Zusatzeinrichtungen für Hörgeräte können angeschlossen werden.

Was tun wir für die Praxis-Einführung des Hörstifts in Museen und Ausstellun

Der Workshop in Marktbreit war der Einstieg in die Entwicklung eines Angebotspakets für den Praxiseinsatz. Ein Projektmanagementsystem, das es gestattet auf PCs, Tablets und Smartphones aller gängigen Betriebssysteme, Exponate, dazugehörige Fotos und Kommentare zu den Audio-Contents und codierten Labels zuzuordnen und die eingesetzten Hörstifte zu verwalten.

Andersicht arbeitet mit zwei Optionen: Wenn wir entsprechende Unterstützung finden, werden wir mit eigener Hardware arbeiten. Solange das nicht gelingt, bauen wir auf frei im Handel erhältliche Stifte und Labels.

Die Projektverwaltung kann – je nach Wunsch – offline durch die Anwender oder über einen Server von Andersicht mit entsprechendem Support erfolgen.

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