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Noch eine kosmische Audiodeskription

16. Dezember 2009

Hamburg/Kiel, Der Mediendom der FH Kiel wird 2010 zwei Angebote mit Audiodeskription im Programm haben. Nach "Augen im All - Vorstoß ins unsichtbare Universum" wird auch "Der Kosmos - Heimat der Menschen" in jeder regulären Vorstellung per Ohrclip mit Audiodeskription "blind" zu genießen sein.

Am 16. Dezember war wieder Primetime-Studiotermin für Gabriele Libbach.  Aufnahme

Das klingt dann so:
Beispiel Abspann zur Audiodeskription, Dauer: 0'41: jetzt abspielen

Vorgeschichte

Eine Planetariumsshow macht noch keinen Audiodeskriptionsalltag, sagten sich die Akteure der Hörfilmerschließung von "Augen im All - Vorstoss ins unsichtbare Universum". Der "Fonds zur Herstellung der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum für blinde und sehbehinderte Menschen" bot die Chance, hier noch einmal nachzulegen. Ziel sollte sein, mehrere Angebote aus dem Programm des Mediendoms der FH Kiel anzubieten, zu denen interessierte blinde Besucher gehen können und wie selbstverständlich mit Hilfe eines Funkkopfhörers den Zusatzbeschreiberton hören können. Für 2010 stehen für alle 64 Plätze ausreichend guidePORT-Empfänger zur Verfügung, um diese Option nutzen zu können. Eine Voranmeldung ist aber trotzdem hilfreich.

Für die blindengerechten Erläuterungen werden die Freiräume zwischen Dialogen und gesprochenen Kommentaren im Film genutzt. Wie das zusammenklingt, ist in diesem Tonbeispiel, Dauer: 2'59, gut zu hören: jetzt abspielen

Doch ehe es so weit war, musste der geeignete Planetariumsfilm ausgewählt und vorbereitet werden. Die Wahl fiel auf "Der Kosmos - Heimat der Menschen" von Eduard Thomas. Bei der Aufnahme der Audiodeskription

Für das Audiodeskriptionsteam wurde durch Sascha Kriegel ein Arbeitsvideo erstellt. Vor der Studioaufnahme des fertigen Textes gab es noch einen Probedurchlauf im Mediendom. Henning Bakker half dabei letzte Sach- und Verständnisfragen zu klären.

"Kosmos - Heimat der Menschen" ist eine poetische Reise durch das Universum aus Sicht seiner irdischen Bewohner. Streckenweise ist der vorhandene Text schon so eng, dass es schwer ist, die Lücken so zu nutzen, dass ein Zusatzkommentar die allernötigsten Informationen liefert. Aber es hilft den blinden Besuchern auch schon, wenn die zu den Zitaten eingeblendeten Namen eingesprochen werden, wie diese beispielhafte Sequenz zur Astronautin Laurel Clark, Dauer: 1'49, veranschaulicht: jetzt abspielen

Die nächsten Aufführungstermine erfährt man im Mediendom der Fachhochschule Kiel. Und bei Andersicht gibt es noch ein Hörbeispiel vom Ende des schönen Films, Dauer: 2'08: jetzt abspielen

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