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Andersichtige Exkursion zu den Skulpturen in Bissee 2010

Gruppenbild Frau mit Kind

7. August 2010

11:00 Uhr, Bissee. Andersicht hatte zur Skulpturenführung eingeladen und 14 Interessenten gingen auf andersichtige Entdeckungstour.

Offenbar war der Termin gut gewählt und die Kommunikation hat funktioniert. Vierzehn Interessenten waren angereist aus Berkenthin, Flintbek, Kiel, Koldenbüttel, Lübeck, Neumünster und Pinneberg.

Über diese gute Resonanz freute sich nicht nur die Kunstführerin Traute von Lilienhoff-Zwowitzki.

Skulptur Beweg-Grund

Wie spannend die Gedankenwelt ist, in die siei ihre Gäste einführte, zeigt sich gut an dieser Plastik. Der Fischer auf seinem Boot sieht ihn nicht, den riesigen Fisch, der gerade unter ihm schwimmt. Wir Außenstehenden haben ihm diese Einsicht voraus.

 


Die Ausstellung des Jahres 2010 folgte einem Konzept. Sie zeigt vorwiegend figürliche Arbeiten der Bremer Schule der Professoren Bernd Altenstein und Waldemar Otto mit ihren Schülern verschiedener Generationen. Die Künstler und ihre Werke in Bissee 2010 sind dokumentiert auf den Internetseiten von 'Skulptur in Bissee e. V.'

Hände erkunden die Skulptur Landschaft

 

Diese Besuchergruppe ging auf Körperkontakt zu den Werken,denn "Wer nicht sehen kann, darf fühlen"

 

 

 

Installation Über den Wolken Nicht alles war den neugierigen Händen zugänglich. "Über den Wolken" balancierte eine Figur. Die Passanten können den bodennahen Teil des Rohres berühren, welches jenen Mann trägt, der sich selbst so sicher zu wähnen scheint, was sich von unten ganz anders anschaut. Über allem wölbte sich ein blauer Himmel - eben wie das so ist über den Wolken.

 

 

 

Skulpturen Karsten und Nancy mit Gruppe

Die meisten Plastiken hatten menschliches Maß, waren also gut zu begreifen, wobei die Engobe-Farbgebung der Arbeiten in gebranntem Ton von Annegret Kon oder farblich bearbeitetem Holz von Klaus Effern zu den Dingen gehört, die den blinden Kunstbesuchern durch ihre aufmerksame Führerin erklärt wurden.

Hela an Frau mit Kind Durch eine kundige Führerin erfahren die Kunstgänger Zusammenhänge und Hintergründe der Entstehung, welche die Wahrnehmung beeinflussen. Die beiden Arbeiten "Frau mit Kind" von Annegret Kon fangen die Atmosphäre ungewissen Wartens ein, in welche Immigranten in deutschen Behördenfluren geraten. Und wenn man das Foto betrachtet, welches hier diese Skulptur unter den Händen von Hela Michalski zeigt, so wirkt es so als ob die Betrachterin der Figur Trost und Kraft spenden möchte.

Für diejenigen, die auf Hör- und Tastsinn angewiesen sind, wurde bei dieser Führung viel und gut ergänzend beschrieben. Es gibt dabei Momente, die auch einem ahnungslos schauenden Auge leicht verborgen bleiben können. Dazu gehört jenes hintersinnige Arrangement, durch das "Der Große Sitzende" von Prof. Altenstein und der "Adam" von Prof. Otto sich über eine Distanz von 60 m hinweg anschauen.

Hela, Regine und Bettina bei An dieser Stelle soll das herrliche Ambiente hervorgehoben werden, welches Bissee und seine Bewohner bieten. Sie öffnen ihre Grundstücke für die Ausstellung und deren Besucher. Uns wurde gesagt, dass die Arbeiten von Prof. Otto die schützende Nähe von Mauern und Dächern suchen. So steht "Adam ißt die Frucht" im Garten an einem der ältesten Strohdachhäuser des Ortes.

Andersichtige Events sind nach Möglichkeit allsinnig. Ein intakt wirkendes sommerliches Dorf hat eine Aura, die man riecht, hört und spürt. Geht man nahe genug an die Arbeiten aus Ulme heran, die in diesem Jahr von Johann Behrends beigesteuert wurden, kann man das Holz riechen.

Gruppe an langem Tisch

 

Für den Aus- und Nachklang wartete ein langer Tisch im Garten des Antikhofs auf die Gruppe.

 

 

 

Wir wären kein Projektverein, wenn nicht gleich wieder etwas Neues vorzuzeigen wäre. Niels Luithardt hat die Arbeiten an einer andersichrtigen drehbaren Sternenkarte auf den Weg gebracht. Wenn sie fertig ist, wird sie es möglich machen, den Sternenhimmel einer jeden Nacht des Jahres mit Händen und Ohren zu ergründen.

Winfried, Pina und Regine mit der Himmelsscheibe Aber das ist schon wieder ein anderes Kapitel.

 

 

 

 

 

 

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