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Ein Hörstift für Museen und Ausstellungen - Einladung zum Workshop nach Tönning

Ihre bisherigen Erfahrungen, Erkenntnisse und Planungen zu einem einfach bedienbaren, zuverlässigen, robusten, pflegeleichten und handlichen Audioguide im Stiftformat wollen Andersicht e. V. und das Multimar Wattforum Tönning mit allen interessierten Partnern teilen.

Der Workshop beginnt am Sa., 12. Mai 2012, um 10:00 Uhr mit einem Rundgang durch die Ausstellung. Das Ende ist für 13:00 Uhr vorgesehen.

Download: Einladung zum Workshop am 12.5.2012 in Tönning (Größe: 91 kB; Downloads bisher: 947; Letzter Download am: 24.05.2017)

Was ist der Hörstift und was wollen wir erreichen?

Was wir in der Hand halten, erinnert vielleicht an einen etwas dick geratenen Kugelschreiber mit einem breiten Ende, worin ein kleiner Lautsprecher sitzt und einem schmalen Ende mit einem Fotosensor, der feine Punktcodes entziffern kann.

Der Stift liegt gut in der Hand und reagiert prompt. Sobald die Sensorspitze sich einem Punkt-Code nähert, beginnt das Abspielen eines zugehörigen Audios. Im Multimar Wattforum ertönt zunächst ein akustisches Signal. Der Benutzer hat jetzt Zeit, den Stift mit dem Lautsprecherende zum Ohr zu führen, um auch in größerem Umgebungslärm gut zuhören zu können.

Der Stift ist äußerst Robust. Es sind praktisch keine Betriebsstörungen aufgetreten. Nach einer bestimmten Zeit der Nichtbenutzung schaltet er sich selbsttätig ab.

Es gibt verschiedene Modelle von Talking Pens, vor allem im sprachpädagogischen Buchangebot und im Spielebereich. Im Ausstellungseinsatz befinden sich die handlichen Audiogeräte fast nicht.

Im Multimar Wattforum Tönning ist die Wal-Ausstellung in zweierlei Hinsicht mit dem Hörstift erschlossen. Zum einen gibt es eine spezielle Führung für blinde und sehbehinderte Besucher. In stets gleichen Positionen am Eingang jeder Themenkammer und an der rechten unteren Ecke jedes aufgehängten Objekts (vor allem Texttafeln) befindet sich je ein Etikett. Es liefert entweder eine Beschreibung oder gibt den schriftlichen Text akustisch wieder.

Die gleichen Etiketten dienen einem zweiten Zweck. Gehen englisch sprechende Besucher die Ausstellung, bekommen sie eine Übersetzung der deutschen Text-Informationen.

Zum Einsatz kommt derzeit das Modell PenFriend. Es ist als Blindenhilfsmittel nach Deutschland gekommen und wir haben sein Potential für uns entdeckt.

Dieses Modell ist in mancher Hinsicht für den Einsatz in Museen und Ausstellungen zu optimieren. Darüber haben wir einen Dialog mit dem Hersteller begonnen. Damit dieser ein spezifiziertes Modell liefert, muss eine größere Stückzahl geordert werden, als wir sie derzeit im Einsatz haben.

Wir sehen im Hörstift einen preisgünstigen, robusten, für Besucher und Personal leicht handhabbaren, wartungsarmen, multilingualen Audioguide. Es gibt weitere Einsatzmöglichkeiten im Bereich taktile Landkarten und Speisekarten für alle.

Für die Weiterentwicklung und den breiten Einsatz des Hörstiftes möchten wir einen informellen Arbeitskreis schaffen. Während unseres Workshops haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit der Technik, dem Anforderungskatalog und dem Stand seiner Umsetzung bekannt zu machen und - bei Interesse - an der weiteren Arbeit teilzunehmen.

Zum Weiterlesen: Artikel: Wal-Ausstellung im Multimar Wattforum Tönning auch akustisch zugänglich

 

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