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Eine Ausstellung zum Sprechen bringen - Auftakt zum Projekt Nordseemuseum Nissenhaus

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30. Juli 2009

Am 20.07.2009 fand in Husum das Auftakttreffen für die Projektarbeit zum Audioguide für das Nordseemuseum-Nissenhaus statt. Der Schritt von den berührungsfrei arbeitenden Audioguides zum TagIt-Guide ist eine Herausforderung, der sich das Nordseemuseum, das Autorenteam und der Systemlieferant im Wissen um die Schwierigkeiten gestellt haben.

Die Zeit ist knapp geworden, denn das Vorhaben muss bis zum Jahresende abgeschlossen sein. So sehen es die Richtlinien des Fonds vor, aus dem die Entwicklung des interaktiven Audioguides finanziert wird.

MSGF-Fonds Es handelt sich dabei um den Fonds zur Herstellung der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum für blinde und sehbehinderte Menschen. Der Bewilligungsbescheid vom 6. Juni traf am 19.06.2009 beim Antragsteller in Husum ein.

Deichbruchmodell Zum Termin im Nordseemuseum Husum hatte Dr. Sven-Hinrich Siemers als Geschäftsführer des Museumsverbunds Nordfriesland seine Auftragnehmer eingeladen: Das Beschreiberteam Nord im Hörfilm e. V. (Olaf Koop, Hela Michalski und Rudolf Beckmann), die Firma Dräger & Lienert (Marburg) mit Hansjörg Lienert und als konsultativen Projektkoordinator Dr. Jürgen Trinkus.

Die meiste Zeit des Treffens nahm eine Begehung der Dauerausstellung ein. Fragen die dabei zur Debatte standen, waren unter anderem:

  • Welche Typen von Objekten gibt es?
  • Welche Elemente gehören zu den Texten, die zu liefern sind?
  • Wie sind sprachliche Orientierungshinweise für blinde Museumsbesucher ein- und aufzubauen?
  • Wo sollen sich die Punkte befinden, an denen die Besucher die Informationen abrufen können?

Halligwarftmodell Der Plan sieht vor, das Tag-It-Guide der Firma Dräger & Lienert erstmals im Museumsbereich einzusetzen. Hierbei handelt es sich um ein Objekt-Management, bei dem RFID-Chips zur Lokalisierung von Informationen eingesetzt werden. Jeder dieser Identifyer kann mit Informationen verknüpft werden, die intelligent strukturiert und angeboten werden können.

Für die "Blindenführung" sollen drei Ebenen an Informationen abrufbar gemacht werden: Inhaltliche Erläuterungen, Objektbeschreibung und Orientierungshinweise. Das Gesamtbild, das sich die Besucher erarbeiten können, setzt sich zusammen aus Raumerschließung, Bereichsüberblicken und Detailerläuterungen.

Die Besucher rufen die Informationen von Punkten ab, die nach einem festen Schema an den Objekten angebracht sind.TagIt-Guide-Präsntation

Zur Vorbereitung auf den Museumsbesuch steht ein virtueller Rundgang als DAISY-Text zur Verfügung. Dieser kann aus dem Internet heruntergeladen werden.

Ein Planungsgespräch rundete die Museumsbegehung ab.

Das Beschreiberteam hat sofort mit der Arbeit an den Inhalten begonnen.

 

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